ÖKB St. Lorenzen am Wechsel

Kontakt: Obmann Tromayer Raimund; Tel.: 0664 11 45 003; tromayerraimund@gmail.com


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Allerheiligen 2020

01.10.2020 14.00 Uhr Totengedenken beim Kriegerdenkmal 
    

Termine des Bezirksverbandes

13.06.2021 08:00 - Ende offen

1. Bez.Treffen in Kaindorf mit 100 Jahrfeier

Die Gründung des Kameradschaftsbundes St. Lorenzen a.W.:

Erstellt von Herrn Benedikt Putz, Gemeindesekretär u. 52 Jahre ÖKB Schriftführer; ergänzt und weitergeführt von Schriftf. Horst-Peter Singer.

Die Geschichte unseres Kameradschaftsbundes ist durch drei Gründungsphasen geprägt. Die erste Gründung erfolgte am 3. September 1911, als in Friedberg der "Oststeirische Krieger u. Veteranenverein" ins Leben gerufen wurde. St.Lorenzen war einer der neun dazugehörigen Distrikte (heute Ortsverband). Gründungsmitglieder waren damals Lorenz Zisser, Kronegg 1; Clement Schützenhöfer, Kronegg 19, er war auch Distriktskommandant-Obmann; Leopold Breineder, Lorenzen 4; Johann Stögerer, Kronegg 17; Johann u.Alois Putz, Auerbach 14; Josef Klampfl, Köppel 19; Anton Riegler ( Drehorgelspieler) und Alois Peffer. 1912 traten weitere 13 Mitglieder dem Verein bei. Am 28.September 1918 gab es auf dem Ortsfriedhof noch eine große Ehrung für die verstorbenen Krieger. Weitere Aktivitäten sind nicht bekannt.

Die zweite Gründung erfolgte anlässlich der Weihe des Kriegerdenkmals am 11. Oktober 1925. Bürgermeister Anton Kogler vulgo Putz in Zehenthöf rief alle Heimkehrer des 1. Weltkrieges sowie die MItglieder des ehemaligen Krieger u. Veteranenvereines zusammen und gründete den " Heimkehrerverein ". Neben dem Bürgermeister waren die Kameraden Hermann Haider, Josef Ofner, Johann Reiterer und Jakob Schützenhöfer maßgeblich an der Gründung beteiligt. Hermann Haider, Köppel 33, war bis zur Vereinsauflösung Obmann. Der Verein zählte 145 Mitglieder und drei Ehrenmitglieder (Dr. Ottkar Kernstock, Pfarrer Aquilin Pichlbauer und Bürgermeister Anton Kogler). Schon am 26. Mai 1926 konnte von Propst Prosper Berger aus Vorau die Vereinsfahne geweiht werden. Fahnenmutter war Katharina Reiterer, Auerbach Nr. 11; Fahnenpatinnen waren Theresia Haider, Köppel 33 und Theresia Luef, Auerbach Nr. 1. Dabei waren die Vereine Aspang, Zöbern, Grafendorf, Vorau, Hartberg und Waldbach mit den Musikkapellen Zöbern, Mönichwald und Lorenzen anwesend. Mit der Eingliederung Österreichs in das Großdeutsche Reich fand auch dieser Verein sein Ende.

Die dritte Gründung erfolgt nach dem 2. Weltkrieg am 12. Oktober 1951 durch Herrn Direktor Herbert Breiner, dem ersten Obmann. Sein Stellvertreter war Vinzenz Zingl; Schriftführer war Benedikt Putz und Kassier Franz Semlegger. Am 20. September 1952 wurde die neue Kameradschaftsfahne geweiht. Fahnenpatinnen waren Rosalia Ehrenhöfer, Ludovika Haas, Theresia Hofer, Anna Pichlbauer und Zita Schützenhöfer. Am 30.September 1956 wurde beschlossen, die von Pfarrer Anton Kogler verfasste und an unsere Gefallenen gerichtete Widmung in Marmor zu fassen und am Kriegerdenkmal anzubringen. 1957 wurde durch das E-Werk Ing. Langenegger, Mönichwald, vom Monteur u. Kamerad Benedikt Tremml  der Stromin das Kriegerdenkmal eingeleitet. 1959 stiftete der Ortsverband Lorenzen eine Heldenglocke. Die ertönt beim Tode eines Kameraden und täglich um 06:45 Uhr. Die Heldenglocke wurde zusammen mit der Jugendglocke am Pfingstmontag 1959 von Prälat Gilbert Prenner geweiht. Patinnen der Heldenglocke waren Magdalena Breineder und Maria Welte. Bei der JHV am 10. Jänner 1960 im Gasthaus Breineder wurden die Glockenpatinnen durch Obmann Jakob Schützenhöfer geehrt und ihnen eine Dankesurkunde überreicht. Ehrenobmann Hermann Haider wird die goldene Verdienstmedaille überreicht. Zum 25 jährigen Priesterjubiläum wird hw. Pfarrer Anton Kogler ein Bild von St. Lorenzen überreicht. Im Jahr 1961 wurden zum erstenmal Ferdinand Faustmann und Horst Singer als Jungkameraden in den Ausschuß gewählt.

Am Pfingstmontag, dem 11. Juni 1962 wurde unter Obm. Schützenhöfer Jakob das 50 jährige Gründungsfest unter Teilnahme der Musikkapelle Lorenzen a.W. und von 18 Ortsverbänden mit Fahnen und zahlreichen Ehrengästen gefeiert. Unter den Ehrengästen waren u.a. Hauptpfarrer Anton Kogler aus Waltersdorf, Oberst a.D. Winter, Major des österr. BH Sepp Stangl, Vertreter des LdVerb. Major a.D. Zörner, Bez.Obm Stv. Kirnbauer und Postenkdt. RevInsp. Kulmer aus Dechantskirchen, die Fahnen- u. Glockenpatinnen, Bgm. Josef Hutz und die Bgm. der Nachbarsgemeinden. Vertreten waren auch Ortsverbände aus dem Burgenland und Niederösterreich. Festplatz war der Lorenzerberg.

Bei der JHV 1963 wurde Obm. Jakob Schützenhöfer für seine außerordentlichen Verdienste um den ÖKB Lorenzen die goldene Verdienstmedaille verliehen. Johann Reiterer, Leopold Breineder und Karner Johann sen. wurden mit Verdienstmedaillen in Silber ausgezeichnet. 1964 wurde aus Mitteln der Vereinskasse die Installierung des elektrischen Läutwerkes für die Heldenglocke bezahlt. 1965 wurde bei der JHV Neuwahl Jungkamerad Klement Binder zum 3. ObmStv. gewählt. 1967 fand das 55 jährige Gründungsfest am Lorenzerberg statt. Im selben Jahr wurde an der Primiz von Martin Fischer und dem goldenen Priesterjubiläum von hw. Pfarrer Bertrand Kainz teilgenommen. 1968 wurde der Schützenggruppe ein Vorschuß für den Kauf eines KK -Gewehres in der Höhe von S 3000,- gewährt. Bei der JHV wurde Kam. Vinzenz Zingl zum Ehrenmitglied ernannt. Bei der JHV am 17. Jänner 1971 legte der bisherige Obm. Jakob Schützenhöfer sein Amt zurück. Bei der Neuwahl wurde der bisherige ObmStv. Ferdinand Haas zum neuen Obmann gewählt. Jakob Schützenhöfer wurde für seine besonderen Verdienste zum Ehrenobmann ernannt. Zum 1 ObmStv. wurde Klement Binder und zum 2. ObmStv. Benedikt Tremml gewählt.

Am 25. Juni 1972 wurde das 60-jährige Bestandsfest gefeiert, bei der 22 Vereine teilgenommen haben. Darunter die Vereine aus Fehring, Aspang, Mönichkirchen und Fischbach. 3 Musikkapellen: Festenburg, Wenigzell und Pinggau. 1976 stellt Jungkamerad Josef Wiedner den Antrag auf eine Neuanschaffung einer Vereinsfahne, da die derzeitige Fahne starkt verschmutzt und teilweise erhebliche Beschädigungen aufweist. Der Antrag wurde abgelehnt. JHV 23. Jän.1977: Obm. Ferd. Haas legt seine Funktion als Obm. zurück und es wurde Franz Weninger zum neuen Obm. gewählt.Als 1.ObmStv. wurde Alois Reichmann, zum 2. ObmStv. Johann Tremml gewählt. Bei der Neuwahl im Jahre 1980 wurde Obm. Franz Weninger in seinem Amt bestätigt und zum 1. ObmStv. Klement Binder gewählt, Johann Tremml wurde als 2. ObmStv. bestätigt. In diesen Jahr wird Obm. Franz Weninger zum Bgm. gewählt und ab Mai von seinen beiden Stv bei der Führung seiner ÖKB Funktion bis zur nächsten Wahl vertreten.

Am 6.1.1981 fand die JHV statt, bei der Obm. Weninger sein Amt als Obmann wegen Arbeitsüberlastung zurücklegt. Bei der Abstimmung zur Neuwahl des OKB Obm. wurde Kamerad Josef Ofner mit deutlicher Stimmenmehrheit gewählt. Zum Schußmeisterkurs haben sich Ferdinand Haas und Horst Singer gemeldet. Am 13. Juni 1982 hat das 70 jährige Bestandsfest des ÖKB stattgefunden. An diesem Fest haben 48 Vereine, 4 Musikkapellen und 600 Mann teilgenommen. Unter den Vereinen waren u.a. Aspang, Edlitz, Fischbach, Fehring u. Miesenbach vertreten. Die Vereinsfahne wurde zur Reinigung nach Graz gebracht. 1983 spendet der ÖKB d. FF St. Lorenzen für den Ankauf eines RLF S 5.000,00.

1984: Für die Neuanschaffung der Kirchenorgel stellt der ÖKB S 3.000,-  zur Verfügung. Obmann Ofner wurde für seine besonderen Verdienste für den OV die Verdienstmedaille in Silber überreicht.

1985 Renovierung des vor 60 Jahren errichteten Kriegerdenkmals. Die Kameraden des ÖKB werden sich an den Arbeiten beteiligen, um die Kosten soweit als möglich zu senken. Bei der Vollversammlung am 18.8. teilte Bgm Weninger mit, dass sich die Kosten der Denkmalrenovierung auf etwas mehr als S 115.000,- belaufen werden.

1986: Am 8.6. Kriegerdenkmalweihe mit Feldmesse und anschließendem Frühschoppen. Zur Finanzierung des Kriegerdenkmals wird eine Haussammlung durchgeführt.

1987: Kamerad Lorenz Reiterer wird für die Verdienste im OV Lorenzen die silberne Verdienstmedaille verliehen. Der  Ankauf eines 2. KK- Gewehres wird vom Ausschuß genehmigt.

1988: Am 6.1. wird ObmStv Binder Klement zum neuen OKB Obm. gewählt. 1.ObmStv.wird Jungkamerad Ferdinand Kaiser; Martin Gerhart folgt 1989 als ObmStv. der Veteranen.

1991: Für den Behinderten Konrad Pichler wurde ein Betrag von S 5.000,- zur Anschaffung eines   " Graf Carello" Elektro Fahrzeuges bereitgestellt.

1992: Das 80 jährige Gründungsfest wurde am 13.u.14. Juni abgehalten. Dabei konnten 26 Ortsverbände mit insgesamt 492 Kameraden begrüßt werden.

1994: Der Ankauf einer Luftdruckpistole wurde beschlossen. Den Ankauf soll Schützenmeister Franz Ziegerhofer durchführen.

1996: Schützenmeister Franz Ziegerhofer legt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zurück. Ihm folgt als neuer Schützenmeister Anton Milchrahm. Zur Renovierung bzw. Entfernung des beschädigten Putzes bzw. für die Maurerarbeiten beim Kriegerdenkmal werden die Kameraden um Mithilfe gebeten. Eine neue Trauerfahne soll die desolate Fahne ersetzen.

1997 Die Segnung des renov. Kriegerdenkmales wird auf 1998 verschoben.

1998: Am 13. u.14 Juni erfolgt die Segnung des Kriegerdenkmales. Teilgenommen haben 14 Vereine aus dem Bez. Hartberg.


KRIEGERDENKMAL

Im Jahr 1923 wurde die Erbauung eines Denkmals für die im 1. Weltkrieg gefallenen Krieger in Erwägung gezogen und mit dem Stift Vorau am 25. Mai 1923 vertraglich vereinbart, die Gedenkkapelle am Rand des Pfarrhofsgartens zu errichten.  Man beauftagte den damals bekannten Künstler  Prof. Franz Ehrenhöfer aus dem Hause vulgo Lafnitzmüller in Reinberg mit der Ausführung des Reliefs. Die Einweihung erfolgte gleichzeitig mit dem Gründungsakt des Lorenzer Kameradschaftsvereines am 11. Oktober 1925.

Das Denkmal ist eine Schöpfung des in Bozen wohnenden einheimischen Bildhauers F. Ehrenhöfer und stellt in Relief einen sterbenden Krieger dar, zu dem sich der Heiland tröstend und verheißend niederbeugt.  Die Gruppe ist in einer ortsüblich gebauten Kapelle eingestellt, in deren Seitenwände Mamortafeln mit den aus der Pfarre Gefallenen eingelassen sind. Vor der erhöht liegenden Kapelle ist eine Balustrade angeordnet, zu welcher auch zwei Seitenstiegen emporführen. Zur Weihe des Denkmals waren der Kameradschaftsverein der Pfarre St.Lorenzen, der gleichzeitig sein Gründungsfest beging, mit Musik und schmuckvollen Vorreitern sowie der Veteranenverein Friedberg ausgerückt.  

Prälat Prosper Berger des Chorherrenstiftes Vorau hielt eine gehaltvolle Festpredigt, in der er den Opfermut der Gefallenen hervorhob; hierauf gab er das Zeichen zur Enthüllung des Denkmales, das dann die kirchliche Weihe erhielt. Bei der vom Herrn  Prälaten,unter der Assistenz des Ortspfarrers Aquilin Pichlbauer, des Kaplans Norbert Wurst aus Dechantskirchen und eines Chorherrn ausVorau zelebrierten Festmesse brachte die Musikkapelle St.Lorenzen Messlieder zum Vortrage.Nach dem Gottesdienst begrüßte der Bürgermeister von St.Lorenzen, Kogler Anton, die erschienen Festgäste und Vereine. Der Bezirkshauptmann von Hartberg Regierungsrat Dr. Rochelt, Landtagsabgeordneter Zingl und Pfarrer Pichlbauer ehrten die Gefallenen in Ansprachen. Besonders eindrucksvoll war die Rede des Kameradschaftsvereinsobmannes Hermann Haider. In eindrucksvoller Weise schilderte er die treue Heimatliebe der Kriegsopfer, deren letzte Gedanken in der Heimat bei ihren Angehörigen weilten.Tiefergreifend war es, als dann die Angehörigen der am Denkmal verewigten Toten Kränze niederlegten. Den Schluß der Feier bildete eine Defilierung  der ausgerückten Vereine vor dem Denkmal.       (Auszug aus der Tageszeitung "Wechselschau Nr. 46 - 12. November 1925)


1999: Der ÖKB beteiligt sich am Blumenkorso, welcher am 11.und 12. 9. abgehalten wurde. Für die Teilnahme am nächsten Schussmeisterlehrgang haben sich Matthias Schreiner und Alois Kogler angemeldet.

2000: Bei der JHV am 3.1.werden Martin Gerhard und Walter Lechner-Riegler als Obmann-Stellvertreter gewählt. Obmann Klement Binder wird wieder als Obmann bestätigt.

2003: Bei der JHV legt Schriftführer Benedikt Putz nach 52-jähriger Tätigkeit als Schriftführer sein Amt zurück. Zu seinem Nachfolger wird Horst Peter Singer gewählt. Nach langer Zeit findet wieder ein Kameradenausflug statt. Die Fahrt ging nach Hallstatt.

2004: Der ÖKB veranstaltet einen Frühschoppen. 10 Kameraden nehmen in  Dobl bei Graz am 150-jährigen Bestandsfest des ÖKB Dobl teil. Kamerad Benedikt Putz wird bei der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

2005: Bei der JHV wird Jürgen Reichmann für den schwer erkrankten Martin Gerhart zum Obmann-Stellvertreter gewählt. Alle anderen Funktionäre werden in ihrer Funktion bestätigt. Anton Milchrahm legt seine Funktion als Schützenmeister aus beruflichen Gründen zurück. An seineStelle tritt Gerhard Ehrenhöfer. Bei der 1. Ausschusssitzung wird beschlossen, dass die Fahnenreparatur durch die Fa. RIDIA aus Ried im Innkkreis durchgeführt wird.

2006: Am 14. Februar wird nach eingehendem Gespräch mit der Fa. RIDIA im Gasthof Schweighofer die Vereinsfahne  vom Vertreter zur Reparatur mitgenommen, welche bis Ende August dem Verein renoviert zugestellt sein muss. Die Fa. RIDIA wird Unterlagen sowie Muster für eine Postwurfsendung dem Verein zur Verfügung stellen. Im April erfolgt dann die Haussammlung, bei der Fahnennägel verkauft werden sollen. Bei dieser Haussammlung wurde durch zusätzliche Spenden ein Betrag von € 7.852,- erzielt. Ein herzliches Dankeschön an die Bevölkerung in St. Lorenzen. Nach Anfertigung der Nagelbänder sowie nach Fertigstellung der restaurierten Fahne wurden diese anläßlich der Nationalratswahl im Foyer der Gemeinde zur Besichtigung ausgestellt.

2007: In der JHV am 6.1.wurden laut Beschluss des Vorstandes die ehemaligen Obmänner Josef Ofner und Franz Weninger zu Ehrenobmännern ernannt. Am 5. und 6. Mai erfolgte dann bei einem Festakt im Rahmen eines Festes mit großer Beteiligung der Bevölkerung die Segnung der neu restaurierten Vereinsfahne. Als Fahnenpatinnen fungierten: Arzberger Waltraud, Riegl 33; Binder Sonja, Lorenzen 37; Klampl Anna, Zehenthöf 22; Platzer Anna; Lorenzen 32; Schweighofer Maria, Lorenzen 7; Thalhammer Maria, Kronegg 30. Am Samstag erfolgte die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal mit Pfarrer Ottokar Gremsel, an der 8 Ortsverbände teilnahmen. Festobmann war Kamerad Ferdinand Pichlbauer, der auch die OV begrüßte und die Festansprache hielt. Am Sonntag erfolgte dann die Segnung der Vereinsfahne. An diesem Tag konnte Festobmann Ferdinand Pichlbauer 13 Vereine mit Fahne sowie 2 Musikkapellen begrüßen. Trotz ganz schlechtem Wetter war die Veranstaltung, die am Samstag in der Kirche und am Sonntag im Kulturhaus abgehalten wurde, ein voller Erfolg.     

Am 2. September 2007 nahm  eine Abordnung des OV bei der Beisetzung von 3 Sowjetsoldaten aus dem 2. Weltkrieg am Soldatenfriedhof auf der Vorauer Schwaig unter Anwesenheit hoher Sowjetmilitär und Politiker  teil.

2009: Klement Binder, Obmann von 6.1.1088 bis 5.6.2009, gab aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt als ÖKB-Obmann bekannt. Ab diesem Datum führte Obmann-Stellvertreter Walter Lechner-Riegler die Geschäfte des ÖKB weiter.

2010: Bei der Mitgliederversammlung am 6.1.2010 wurde unter dem Vorsitz von BezObmann-Stellvertreter  Franz Kremnitzer der bisherige Obmann-Stellvertreter zum Obmann und Franz Feldhofer zum Obmann-Stellvertreter gewählt.  Beide Obmänner sowie Bez.Obmann-Stv. Kremnitzer und Bürgermeister H. Pferschy führten dann auch die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft durch.

2012: Im September wurde das 100 jährige   Bestandsfest des OV, verbunden mit dem 2. Bezirkstreffen des BV Hartberg auf dem Sportplatz abgehalten. 18 Vereine mit Fahnen wurden von BezObmann Josef Zingl begrüßt. Beim Empfang der Vereine spielten die Musikkapellen St. Lorenzen und Festenburg.    Nach dem Festgottesdienst- gehalten von Pfarrer Probst Gerhard Rechberger- ,an dem der Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges gedacht wurde, wurde im Festzelt gefeiert.

2016: Bei der Mitgliederversammlung wurde Raimund Tromayer zum neuen Obmann des OV gewählt, nachdem der bisherige Obmann Walter Lechner-Riegler seine Funktion aus gesundheitlichen Gründen zurückgelegt hatte. Anläßlich der 750-Jahrfeier von St.Lorenzen wurde auch das Kriegerdenkmal und dessen Inschrift renoviert.

2019: Schriftführer Horst Singer legt bei der MGV seine Funktion aus Altersgründen zurück. Sein Nachfolger wurde nach langem Suchen von Obm. Tromayer u. Kassier Schreiner gefunden:  Luef Josef, Kronegg 19a.  Die Übergabe erfolgte am 13.02.2019 in der  Wohnung von Horst P. Singer. 

Obmänner seit:

Dir.  Herbert Breiner 1951-1953,  Rupert Wiedner 1953-1954,  Jakob Schützemhöfer 1954-1971,  Ferdinand Haas 1971-1977,  Franz Weninger 1977-1981,  Josef Ofner 1981-1988,  Klement Binder 1988-2009, Walter Lechner-Riegler  2009-2016,  ab 2016 Raimund Tromayer.

 

 

Bericht des Heimkehrers Johann Ehrenhöfer aus der russischen Gefangenschaft

Johann Ehrenhöfer war vom 9.5. bis 28.5. 1945 im Arbeitslager Ausschwitz. Täglich mussten wir Maschinen von versch. Fabriken abtragen.
Über den Eingang zu den Gebäuden in Ausschwitz stand der Spruch: "ARBEIT MACHT FREI "

Am 20.Mai 1945 sollten wir dann um 20:00 Uhr erschossen werden. Nur durch ein Wunder wurde dieser Befehl dann nicht ausgeführt.
Im Juli 1947 erfuhren wir, dass Österreicher in diesem Jahr aus der Gefangenschaft entlassen werden sollen. In unserem Lager befanden sich 1500 Deutsche, 300 Österreicher sowie 2000 Japaner,Ungarn, Italiener, Polen u. Jugoslawen. Am 3. Dezember 1947 wurden die Östereicher aus dem Kohlenschacht geholt und notdürftig mit 1 Hemd,1 Hose und1 Bluse sowie einen Mantel eingekleidet. Beim Antreten nach dem Alphabet war ich immer der letzte, da im russischen Alphabet das " E " der letzte Buchstabe war. Nach einen Streit um das Haare schneiden - wir wurden nicht mehr kahl geschoren- verabschiedeten wir uns von den Japanern, welche uns ein weißes Handtuch schenkten. Dieses war an einen Stock gebunden unsere Fahne. Am Bahnhof angekommen waren Wolga-Deutsche da, die weinten und uns zuriefen: " Grüßt uns das Steirerland, Deutschland und das Schwabenland". Der Transportführer sagte zu uns: "Gebt viel Kohle in die Waggons, es wird bitter kalt! " Eine große Tonne diente uns als Ofen. Die Fahrt ging Richtung Kaspische Meer, wobei wir sieben Flüsse überqueren mussten. Die Kohlen waren bald aufgebraucht und die Kälte furchtbar. Um uns zu wärmen, machten wir es wie die Bienen. Wir legten uns auf einen Haufen zusammen und wechselten von Zeit zu Zeit die Äußeren nach innen und die Inneren nach außen. So überstanden wir auch die grimmige Kälte.
AufGrund der vielen Pannen kamen wir nach 2 Wochen zum Ural. Die Kälte ließ einfach nicht nach und es war so arg, dass wir mit den Fingernägeln unsere Heimatdörfer an den Wänden, welche mit starken Raureif beschlagen waren, aufzeichneten.
Nach 10 Tagen kamen wir bei strömenden Regen in Marmosignet an. Es war HEILIGER ABEND. In einer alten Kaiser Franz Josefs Kaserne wurden wir an die 100 Mann auf kleinstem Raum einquartiert. In einem gegenüber liegenden Haus, sahen wir einen Christbaum mit brennenden Kerzen . Da wussten wir -  hier sind Christen.
Wenig später erhielten wir die Nachricht ,dass  eine Christmette gefeiert wird. Bei einem Stück BROT und einen Becher WASSER wurde die Mette gefeiert. Das war die innigste Weihnachtsfeier, die ich je erlebt habe. Nach dem Lied "STILLE NACHT" wurde viel geweint und an die Angehörigen zu Hause gedacht. Es waren die vierten Weihnachten in dieser grausamen Welt.

Beim Zurückgehen in die Kaserne kamen die Russen und wir mussten zurück zum Bahnhof um 3 Züge - sie waren mit Brennholz voll beladen - auszuladen und dies am Christtag. Bei dieser Arbeit nahm ich ein Holzscheit und ging damit zu einem Haus, mit der Hoffnung, dafür ein Stück Brot zu bekommen. Nach dem Klopfen öffnete der Hausherr die Tür und ich bat um ein Stück Brot. Da schrie er " I DI NAHOT " ( Sofort zurück ). Traurig dachte ich an daheim. Hier gab es kein Erbarmen!! 

( In Festenburg waren Russen gefangen, die ausbrachen und zu meinem Heimathaus kamen. Sie hatten genauso Hunger wie ich damals beim Holz abladen. Nur meine Mutter gab ihnen zu Essen.  (Als ich auf der Flucht war und um ein Stück Brot bat, bekam ich nichts.)
An diesen Christtag erfuhren wir auch, dass die Weiterfahrt in die Heimat nicht möglich sei. Starke Schneeschmelze sowie
starke Regenfälle haben Brücken weggerissen und den Bahnhof sehr tief unter Wasser gesetzt. Die Theiss führte furchtbares Hochwasser.
Am 23. Februar waren dann die Notbrücken errichtet und die Fahrt ging weiter Richtung Heimat
Angekommen in Bruck/Leitha wurden wir von einer großen Menschenmenge begrüßt. Die Fahrt nach Wr. Neustadt wurde aber wieder zu einem Hindernis. Durch dichten Schneefall und Schneesturm ist der Zug in einer Schneewächte steckengeblieben und wir mussten wieder eine Nacht im Zug verbringen. Zum Glück war es nicht mehr so kalt wie in Russland. Am nächsten Morgen als der Zuge freigeschaufelt war, konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Bei der Ankunft in Wr. Neustadt hat alles geschlafen. Die Strapazen waren einfach zu groß und die Müdigkeit hat uns übermannt. Nach dem wir die Entlassungsscheine erhalten haben, bekam ein jeder S 38,-- . Alle Brotläden und Bäckerei waren waren sofort aus-und leergekauft. Auf Grund der Sprengung der Zeilbrücke in Rohrbach /Laf. mussten wir über Bruck/Mur nach Graz fahren ,von dort wurde ich mit dem Roten Kreuz nach Bruck/Laf. gebracht, wo am Abend meine Eltern bereits auf mich warteten.
Die Eltern habe ich sofort erkannt, aber die Namen meiner Geschwister musste man mir sagen. Ich habe sie nicht gewusst. Nach 4 1/2 Jahren war ich wieder zu Hause in meiner Heimat.

Persönlicher Bericht von Johann Ehrenhöfer.

 

Fahne ÖKB St. Lorenzen am Wechsel
Erste Fahnenweihe 26.05.1926, restauriert in den Jahren 1952 und 2007

Vorstand des OV St.Lorenzen am Wechsel

Obmann8242 St.Lorenzen, Riegl 46Tromayer Raimund0664 1145003tromayerraimund@gmail.com
Obmann-Stellvertreter 8242 St.Lorenzen, Köppel 57Lechner-Riegler Walter  
Kassier8242 St.Lorenzen, Auerbach 2 Schreiner Matthias  
Kassier-Stellvertreter8242 St.Lorenzen, Riegl 33 Arzberger Florian  
Schriftführer 8242 St.Lorenzen, Kronegg 19aLuef Josef 0699 11219875josefluef@gmx.at
Schriftführer-Stellvertreter 8242 St.Lorenzen, Lorenzen 54 Singer Horst Peter  
FunktionAdresseNameTelefonE-Mail

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft:

Bei der Generalversammlung am 26. Jänner 2020 im Gasthof Reichmann erhielten folgende Kameraden eine Ehrung für langjährige Mitgliedschaft:

Große Medaille in Gold für 60-jährige Mitgliedschaft:

Kamerad Binder Klement, Ehrenobmann; Kamerad Singer Horst Peter, Schriftführer-Stellv.       

Medaille in Gold für 50-jährige Mitgliedschaft:

Kamerad Reichmann Alois          

Medaille in Silber für 40-jährige Mitgliedschaft :

Kamerad Berger Johann; Kamerad Höller Alois; Kamerad Kelz Robert; Kamerad Riegler Karl

Medaille in Bronze für 25-jährige Mitgliedschaft:                          

Kamerad Berger Karl-Heinz; Kamerad Binder Otmar; Kamerad Fischer Josef; Kamerad Teubl Johann                      

Überreicht wurden die Auszeichnungen von Bezirksobmann Zingl Josef, Vizebürgermeister Milchrahm Anton und Obmann Tromayer Raimund.

Herzliche Gratulation!

 

Am 18. März 2020 ist unser Kamerad Konrad Holzer verstorben. Nachdem wir auf Grund der Corona-Krise von ihm nicht am Grab Abschied nehmen können, möchten wir uns auf diesem Weg von ihm verabschieden und seiner besonders gedenken.

Seiner Frau und seiner Familie gilt unser aller Anteilnahme.

Ruhe in Frieden!