Aktuelles aus dem Stadtverband Vorlage

Jahreshauptversammlung| Sonntag |03.11.2019| 10.00 Uhr

Kamerad Hans Resch sen. verstorben

Weitere verstorbene Kameraden am Ende der Chronik aufgeführt!

Chronik

Gründungsmitglied Josef StieglerSo musste es wohl auch im Jahre 1862 gewesen sein, zu einer Zeit, als es bei uns in Großklein noch keinen Strom, kein Radio, keine Autos und keine befestigten Straßen gab. Das Transportmittel von damals waren die Pferde. Als Medium fungierten Gespräch und Überlieferung. Schreiben und Lesen war erst seit geraumer Zeit zur Pflicht geworden und jeder konnte sich glücklich schätzen, in des Kaisers Dienst zu stehen. Einige Männer aus Großklein waren dabei und konnten in die Kaiserlich-Königliche Armee einrücken.

Wenn es in diesen Jahrzehnten auch keine direkten Kriegseinsätze gab, so gab es doch viele kleine Revolutionen innerhalb und außerhalb unserer Monarchie, wo die Soldaten des Kaiserreiches zum Einsatz kamen. Und so war es mehr als selbstverständlich, dass diese "Kaiserlichen Diener“, wie sie sich nannten, sich auch nach ihrem Dienst in der K. u. K. Armee immer wieder trafen und von ihren Erlebnissen erzählten und träumten.

So kam es auch, dass einer von ihnen in Großklein auf die Idee kam, einen Verein mit dem Namen "Veteranenverein“ zu gründen. So geschehen im Jahre 1862.
Es war die Geburtsstunde unseres Kameradschaftsbundes. Der Veteranenverein veranstaltete verschiedenste Aufmärsche mit der österreichischen Fahne und dem Wappen des Kaisers. Man trug aber nicht die ehemaligen Uniformen sondern präsentierte sich als sichtbares Zeichen der Heimatverbundenheit in heimischer Tracht.

Wer in den ersten Jahren den Veteranenverein leitete, der inzwischen in "Kameradschaftsverein“ umbenannt wurde, kann nicht genau eruiert werden. Namen wie Alois Stoiser, Josef Strohmaier und Josef Stiegler scheinen aber auf.
 
Obmann Josef HubmannEindeutig nachgewiesen ist, dass es in den Jahren 1914 bis 1918 einen Protektor namens Oberst Koziczka gab, der den damaligen Kameradschaftsverein mit großzügigen Spenden versorgte. Im Jahr 1914 begann für viele Mitglieder des Vereines, aber auch für deren Angehörige eine schwere Zeit. Es begann der 1. Weltkrieg und viele Kleiner mussten nach Marburg einrücken, von wo sie dann zu den verschiedensten Kriegsgebieten versetzt wurden.

Obmann in den Kriegsjahren war Josef Hubmann, er verstarb am 10. Juli 1929. Im Jahre 1923 ist unter dem damaligen Obmann Steinmetzmeister Roman Preschern das Kriegerdenkmal erbaut worden. Die Enthüllung fand am 1. Juli 1923 statt, wobei Regierungsrat Monsignore Allmer die Weihe vornahm.
Am 28. Mai 1928 fand durch Pfarrer Franz Resch aus St. Peter im Sulmtal die Weihe der neuen Vereinsfahne - bereits die dritte seit Bestehen des Vereines- statt.
Diese Fahne existiert heute noch, ist aber nicht mehr verwendbar.
 
Protektor Vet. Rat Vinzenz ZöhrerEin weiteres markantes Datum in der Vereinsgeschichte belegt ein Zeitungsausschnitt vom 14.7.1931. Diesem Bericht zufolge wurde am 12.7.1931 das 70jährige Bestandsjubiläum unseres Kameradschaftsbundes gefeiert.
Protektor Veterinärrat Vinzenz Zöhrer konnte in seiner Festansprache 11 Bruderverbände mit insgesamt 600 Mann begrüßen.

Bei der Feldmesse vor dem Kriegerdenkmal spielte die Kameradschaftskapelle unter der Leitung von Kapellmeister Krampl die Haydn-Messe. Fahnenpatin war Frau Resi Ferk.
Wortwörtlich heißt es in diesem Zeitungsbericht weiter: 
"Nach der Feldmesse richtete der Kameradschaftspräsident an den Jubelverein und die erschienenen Kameraden eine herzliche Ansprache. Er beglückwünschte den Verein, der trotz seiner 70 Jahre noch jugendlich und ungebrochen dastehe und sprach anerkennende Worte an die beiden Führer Obmann Roman Preschern und Obmannstellvertreter Kaufmann Serb aus."
Den Schluss des Zeitungsausschnittes bildete ein eigener Absatz, in dem es hieß: "Ein besonderer Dank gebührt auch den Ehrenjungfrauen!"
 
Veteran Josef PichlerAuch in den folgenden Jahren bis 1939 wurde laut Aufzeichnungen sehr intensiv gearbeitet.
Dann kam - nicht nur für den Kameradschaftsverein - sondern für ganz Österreich die traurigste Zeit des 20. Jahrhunderts: Es begann der 2. Weltkrieg. Hunderte Großkleiner Männer erhielten den Einberufungsbefehl. Weinende Mütter, Frauen und Mädchen daheim, ohne Hoffnungsschimmer der qualvolle Weg der Männer.
 
Jauschnegg Johann (2. v. r.)Keiner wusste, ob und wann er seine Angehörigen wiedersehen würde. Und es waren viele, 86 an der Zahl, die nicht mehr das Glück hatten, ihre Heimat wiederzusehen.
Selbst als der Krieg 1945 beendet wurde, war für manche das qualvolle Schicksal nicht vorbei. Viele gerieten in Gefangenschaft oder kehrten mit einer Verletzung oder Behinderung nach Hause zurück.
 
Der damalige Verein mit KameradschaftskapelleObwohl man bereits beim Aufbau eines "neuen" Österreich war, konnte keiner diese verheerenden Kriegsjahre vergessen. Ob im Wirtshaus, am Stammtisch oder am Kirchplatz, überall trafen sich Männer, die im Kriegseinsatz gewesen waren, und rüttelten Erinnerungen wach. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der bestehende Kameradschaftsbund neu aktiviert wurde. Im Jahre 1951 kam es dann zur Neugründung.
 
Die EhrenjungfrauenDer Kameradschaftsbund wurde in den Kameradschaftsverein umbenannt und 224 Mitglieder wurden neu aufgenommen.
Unter der Führung von Obmann Alois Weber wurde unser Ortsverband zum größten Verein unseres Ortes. Protektor war Josef Wrolli, geb. 1889.
Die nächsten Jahre waren gekennzeichnet vom Gedanken, für ein neues Österreich in Freiheit und Frieden aufzutreten. Das Kriegerdenkmal wurde verbreitert und mit den Gedenktafeln der Gefallenen und vermissten Kameraden des 2. Weltkrieges versehen. Die Einweihung fand im Jahre 1962 statt.
 
Verein heute

Seit dem Ableben von Wolfgang Keller wird der Ortsverband Großklein von Obmann Karl Zirngast und geschäftsführendem Obmann Franz Wurzinger geführt.
Und das in einer sehr schwierigen Zeit: Zum einen ist da die ältere Generation, welche die schweren Jahre der Kriegszeit miterleben musste. Manche verloren ihre Kameraden an der Front oder kehrten selbst mit Verletzungen heim.
Daraus resultiert die Pflicht und ehrenvolle Aufgabe unseres Ortsverbandes, dieser Kameraden zu gedenken. 
Es ist aber auch die Pflicht der jüngeren Generation, aufbauend auf der Erfahrung der älteren Generation und nach den Geschehnissen der Vergangenheit auf die Gefahren für die Zukunft hinzuweisen. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass der Friede von heute keine Selbstverständlichkeit ist. Erst vor 10 Jahren waren die Kanonensalven im Nachbarland Slowenien auch bei uns zu hören. Oder denken wir an den tragischen 11. September 2001 in den USA. Ähnliches kann auch bei uns jederzeit passieren.

© Josef Maschinek


 Liebe Großkleiner! Werte Gäste!
Das Kriegerdenkmal unseres OV wurde in dankenswerterweise von Kamerad Johann Strablegg neu restauriert.
Kamerad Strablegg hat in unzähligen Stunden akriebischer Handarbeit das Ehrenmal auf Hochglanz gebracht.
Damit sehen wir unserer 150 Jahrfeier mit frohem Mut entgegen. Kamerad Strablegg hat völlig uneigenützig das Projekt in Angriff genommen. Ihm  gebührt der Dank des  OV Großklein und der ganzen Bevölkerung  . Franz Lierzer
 

Verstorbene Kameraden in der Chronik

Zum Gedenken

BESONDERE SCHWERPUNKTE IN DER VEREINSARBEIT

Der Ortsverband Großklein erlaubt sich aus gegebenem Anlass sein Tun und Wirken in unserer Gemeinde und darüber hinaus

darzustellen.

Die Aufgaben sind laut Statuten unter § 2 Vereinszweck genau festgelegt und lauten:

1.) Förderung des Vaterland- und Heimatgedanken. Pflege der Kameradschaft und Bestrebung zur Erhaltung des Friedens.

2.) Pflege und Erhaltung der Kriegerdenkmäler und Gedächtnisstätten .

3.) Durchführung von Feiern zum Gedenken an die Gefallenen und vermissten Kameraden.

4.) Bei Ableben eines Kameraden für eine ehrenvolle Verabschiedung zu sorgen.

Dabei werden die Kosten für Musik, Kranz bzw. Kerzen übernommen. Ein Teil der Mitgliedsbeiträge wird an den Landes- und an den Bezirksverband abgeführt.

5.) Information für die Wehrpflichtigen und eine entsprechende Betreuung.

6.) Wehrpolitische, sportliche und kulturelle Veranstaltungen, sowie Schulungen.

Der Ortsverband ist bestrebt, diese Aufgaben bestens zu erfüllen. Um diese auch nachkommen zu können, sind natürlich finanzielle Aufwendungen nötig. Aus diesem Grund ist die alljährliche Haussammlung eine der wichtigsten Einnahmenquelle.

In diesem Sinne bedankt sich der Ortsverband für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung und wünscht allen ein

"Steirisches Glückauf'
© Josef Maschinek

Unser Vorstand

FunktionNameAdresseTelefonE-Mail 
ObmannKarl Zirngast Wippelsach 53 8441+43 664 137 45 15karl.zirngast@aon.at 
Obmann-StVWalter JammerneggNestelbach 4 8452+43 664 437 19 05walter.jammernegg@gmail.com 
Obmann-StVFranz NeukirchnerWippelsach 48 8441+43 3456 35 27  
SchriftführerinAnnemarie Zirngast Wippelsach 53 8441 +43 664 137 45 15karl.zirngast@aon.at 
KassierFranz LierzerGoldes 37 8452+43 664 175 03 66franz.lierzer@aon.at 
Kassier Stv.Josef MaierMantrach 34 8452+43 664 589 04 20maier_transporte@aon.at