Ortsverband St. Stefan ob Stainz

Kontakt:

Obmann Hptm a.D. Andreas MÜLLER

Am Sonnenhang 24
8511 St. Stefan ob Stainz
Tel. Mobil +43 664 3410062
E-Mail: oekb.st.stefan.muaonat

 

ZVR Nummer: 471355838

 


Keine Nachrichten verfügbar.

Termine

Es gibt keine Ereignisse in der aktuellen Ansicht.

Chronik des Ortsverbanes St. Stefan ob Stainz

 

Zu den ältesten, zweckgerichteten Gemeinschaften zählt unter anderem der Kameradschaftsbund.

Der Ortsverband St. Stefan ob Stainz hat echte Tradition: Er hat 1986 sein hundertjähriges und 2016 sein 130-jähriges Bestehen gefeiert.

Seit seiner Gründung haben sich im Land mehrmals große politische Veränderungen ergeben, und die verschiedenen Bezeichnungen, unter denen der Verband zugelassen war, sind ein Spiegelbild der wechselvollen Geschichte unserer Heimat innerhalb dieser Zeit.

Im Gründungsjahr 1886 nannte sich diese Vereinigung gedienter Soldaten „K. K. Militär – Veteranenverein“. Seine Mitglieder konnten demnach nur die Teilnehmer an den Kriegen von 1859 und 1866 gegen Italien gewesen sein, die der österreichisch-ungarischen Monarchie den Verlust von Oberitalien einbrachten.

Der damalige Veteranenverein stand unter dem Protektorat des Grafen von Meran, und bei der Weihe der Vereinsfahne spendete die Fahnenpatin, Frau Gräfin Theresia von Meran, das erste Fahnenband! Die Rückseite der Fahne trägt die Inschrift „Mit Gott für Kaiser und Vaterland“. Schirm und Patenschaft durch die Familie Graf Meran lässt auf das besondere Ansehen dieser einstigen Veteranenvereine in der Öffentlichkeit schließen. Der erste Vereinsobmann hieß Hans Wastian und stammte aus Schlieb. Aufgrund eines Majestätsgesuches wurden dem Verein für die Anschaffung der Fahne 60 Kronen bewilligt!

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Zerfall der Monarchie war das „K. K.“ (= Kaiserlich-Königlich) in der Vereinsbezeichnung überholt. Mitglieder waren aber weiterhin ehemalige Soldaten, insbesondere Weltkriegsteilnehmer. Daraus ergab sich der neue Vereinsname: „Alpenländischer Kriegsteilnehmerverband“. Seine Neuorganisation erfolgte 1919. Das besondere Verdienst dieses Vereines war die Errichtung des Kriegerdenkmales für die 183 Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkrieges. Dank der Initiative des damaligen Obmannes Karl Sametz und der Spenden der Bevölkerung konnte im Jahre 1924 die Einweihung des Ehrenmales durch Brigadepfarrer Monsignore Almer erfolgen. Für die neue Fahne konnte Frau Cäcilia Wolfbauer als Fahnenpatin gewonnen werden. Der neue Fahnenspruch „In Treue gesellt - daheim wie im Feld“ war auch den geänderten politischen Verhältnissen angepasst. Zur Fahnenweihe im Jahre 1925 war sogar der damalige Landeshauptmann Dr. Rintelen erschienen!

Eine weitere Umbenennung des Verbandes erfolgte 1934, also wieder in einer Zeit des politischen Umbruches. Aus dem „Kriegsteilnehmerverband“ wurde nun ein „Österreichischer Kameradschaftsverein“.

Dem neuen Namen war jedoch nur ein kurzes Dasein beschieden. Nach dem Anschluss an Deutschland im Jahre 1938 verschwand der Name „Österreich“, und aus dem betont friedlichen „Kameradschaftsverein“ wurde ein „Reichskriegerbund“. Seine Mitglieder marschierten nun unter dem Vereinsnamen „Kriegskameradschaft St. Stefan ob Stainz“. Mit der Systemänderung sollte auch die alte Fahne eingezogen werden. Das geschah aber nicht. War es Fahnentreue oder gesunder Instinkt? Oder schon Opposition? Ein Mitglied des Verbandes versteckte die Fahne noch rechtzeitig, sodass sie auch heute noch im Besitze des Ortsverbandes ist.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichskriegerbund aufgelöst. Österreich war von den Alliierten besetzt, und eine paramilitärisch verdächtige Vereinigung wäre nie zugelassen worden. Um aber die Tradition des Ortsverbandes aufrechtzuerhalten, sammelte der Obmann Josef Edler die „Heimkehrer“ zu einer neuen Gemeinschaft, die man „Unterstützungs- und Wohltätigkeitsverein“ nannte. Einem solchen Verein haftete nichts Kriegerisches an, daher wurde er auch nicht untersagt. Schon damals wurde im neuen Vorstand beschlossen, jeden verstorbenen Kameraden mit Musik zum Friedhof zu geleiten.

Ab dem Jahre 1953 war es wieder möglich, sich öffentlich als einstiger Soldat und Kriegsteilnehmer zu bekennen, und die unter den bisherigen „Decknamen“ bestehenden Verbände wurden wieder zum „Österreichischen Kameradschaftsbund“ umgebildet. Es bestanden auch keine Bedenken mehr, den im Zweiten Weltkrieg Gefallenen ein Denkmal zu errichten. In einer Generalversammlung wurde beschlossen, das bestehende Kriegerdenkmal mit Gedenktafeln für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges zu erweitern. Nun künden weitere 276 Namen von Gefallenen und Vermissten, meist jüngeren Männern, von den Opfern unsinniger Kriege. Wie viel Leid und Schmerz sich hinter jedem einzelnen Namen verbirgt, weiß nur mehr die ältere Generation. Leider verblasst mit zunehmendem Zeitabstand auch die Erinnerung an die Begleiterscheinungen eines Krieges. Dem Kriegerdenkmal kommt daher immer mehr die Rolle eines Mahnmales zu!

Eine neue Fahne, also die dritte, erhielt der Verband 1960; als Fahnenpatin fand sich Frau Aloisia Pieber. Die Beschriftung der Fahne erfolgte entsprechend den geänderten Statuten: „In Liebe und Treue zur Heimat.“ Darin drückt sich auch der Zweck dieser überparteilichen Vereinigung gedienter Soldaten aus: Förderung des Vaterlands- und Heimatgedankens und Pflege der Kameradschaft. Also weder Verherrlichung des Krieges noch eine Verunglimpfung der Wehrbereitschaft.

Zur Übernahme und Weiterführung der Tradition sind die Reservisten des Bundesheeres aber auch andere interessierte Menschen – Frauen und Männer - eingeladen, dem Kameradschaftsbund beizutreten. Diese Einladung fand bisher ein starkes Echo, wie der Mitgliederstand zeigt. Von den 229 Mitgliedern sind der Großteil ehemalige Präsenzdiener des Bundesheeres! Nach wie vor befinden sich aber noch 4 Kriegsteilnehmer aus dem 2 Weltkrieg in unseren Reihen.

Mit der geänderten Mitgliederzusammensetzung nehmen auch sportliche Veranstaltungen einen immer größeren Umfang an. Es gab es in den letzten Jahren schon eine Reihe von Wettkämpfen wie Schimeisterschaften, Fußballturniere, Eisstockschießen und Zimmergewehrschießen.

Die Verbundenheit des Kameradschaftsbundes mit dem Bundesheer zeigte sich bei der Hundertjahrfeier des Ortsverbandes 1986. Am Vortag gab es auf dem Platz vor dem Schulzentrum eine große Waffenschau. Am selben Abend wurden am Ortsplatz die Jungmänner angelobt, und im Anschluss daran spielte die Militärmusik Steiermark zum großen Zapfenstreich. Die Bevölkerung nahm an diesem Ereignis regen Anteil.

Im Jahr 2016 konnte der Ortsverband seinen 130-jährigen Bestand feiern. Zu diesem großen Fest konnten über 40 Ortsverbände aus dem Bezirk und mehr als 400 Gäste begrüßt werden. Aus Anlass dieser Feier wurde auch die alte Kaiserfahne aus dem Jahr 1886, welche sich noch immer im Besitze des Ortsverbandes befindet, restauriert und in festlichem Rahmen neu gesegnet. Als Fahnenpatin fand sich die Urenkelin der ersten Fahnenpatin, Frau Gräfin Theresa Keil-Meran, bereit, was für unseren Ortsverband einen besonders schicksalhaften Umstand darstellte.

Folgende Personen leiteten als Obmänner die Geschicke des Ortsverbandes:

1886 – 1898                  Hans Wastian,                                         Schlieb

1899 – 1917                  Anton Flecker

1918                                Johann Gries,                                         St. Stefan

1918                                Karl Gödl

1919                                Franz Guggi,                                         St. Stefan

1920 – 1927                  Karl Otto Sametz,                                         St. Stefan

1928 – 1954                  Josef Edler,                                         Zirknitz

1955 – 1970                  Josef Pieber,                                         Schlieb

1971 – 1987                  Franz Ninaus,                                         Stainzenhof

1987 – 2001                  Johann Aichhofer,                                         Rossegg

2001 – heute                 Rupert Stipper                                         St. Stefan / Zirknitz

Dank der Bereitschaft der Bundesheerreservisten und vieler Interessierten, die Tradition des Kameradschaftsbundes weiter zu pflegen und zu wahren wird der Fortbestand des Verbandes auch nach Aussterben der Kriegsgeneration gesichert sein.

BESONDERE SCHWERPUNKTE IN DER VEREINSARBEIT

Teilnahme an örtlichen Veranstaltungen und kirchlichen Festen, Teilnahme an Veranstaltungen anderer Ortsverbände, Begräbnisse, Kameradenbetreuung, Medaillenverleihungen, Veranstaltungen wie Ausfahrten im Sommer, Schmuck des Kriegerdenkmales, Totengedenken am Kriegerdenkmal, Geburtstagsgratulationen alter und kranker Mitglieder u. a. m.

FunktionNameAdresseTelefonE-Mail
Obmann Andreas MÜLLER Am Sonnenhang 24, 8511 St. Stefan ob Stainz+43 664 3410062 oekb.st.stefan.mu@aon.at
Obmann-Stv HR Mag Manfred KUPERION Rossegg 68, 8511 St. Stefan ob Stainz +43 3463 6015 
Obmann-Stv Willi ZAPFL Sichartsberg 63, 8510 Stainz +43 664 73454079 
Obmann-Stv Leo FEIBEL Greisdorf 199, 8511 St. Stefan ob Stainz +43 664 5181072 
Schriftführer Andreas MÜLLER Am Sonnenhang 24, 8511 St. Stefan ob Stainz +43 664 3410062 mueller.andreas@aon.at
Kassier Johann KONRAD Zirknitz 83 c, 8511 St. Stefan ob Stainz +43 650 8119495 
Schriftführer-Stv Johannes OFNER Zirknitz 56, 8511 St. Stefan ob Stainz +43 664 4147340 
Kassier-Stv Gerald FABIAN Lestein 124, 8511 St. Stefan ob Stainz +43 664 804445732